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    Bain-Studie: Alarmierende Unzufriedenheit von Klinikärzten

    Text: Michael Kunst, Nitin Chaturvedi, Loïc Plantevin, Valerio Di Filippo, Dieter Meyer and Christian Rebhan

    Ärzte in Deutschland und weiten Teilen Europas sind ausgesprochen unzufrieden mit den Arbeitsbedingungen in ihren Krankenhäusern. Gleiches gilt für die Qualität der Behandlung. Klinikbetreibern sollte dies eine Warnung sein. Die Versorgung der Patienten ist in Gefahr, Untätigkeit keine Lösung. Mit Ausnahme von Frankreich hat in Europa die Unzufriedenheit der Klinikärzte seit 2016 – der letzten Bain-Studie zum europäischen Gesundheitswesen – massiv zugenommen. So sagen 35 Prozent der deutschen sowie 20 Prozent der britischen und italienischen Mediziner, dass sie ihre Klinik Freunden und Verwandten nicht als Behandlungsort empfehlen würden.

    Die aktuelle Studie zeigt, dass Krankenhäuser, Pharmaunternehmen und Medizintechnikhersteller nach wie vor in einem überholten System arbeiten, das immer mehr geprägt ist von zu wenig Personal, Budgetkürzungen und veralteten Geräten. Entsprechend fühlen sich Mediziner kaum noch in der Lage, Herausforderungen wie alternde Bevölkerungen oder die Wiederkehr vieler Infektionskrankheiten zu meistern. „Der Stimmungsumschwung der Klinikärzte von schlecht zu miserabel ist frappierend“, stellt Michael Kunst, Bain-Partner und Leiter der Praxisgruppe Gesundheitswesen in Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA), fest. „Zwar waren sie auch schon vor zwei Jahren unzufrieden mit dem Status quo, aber immerhin noch optimistisch, mit neuen Strukturen, Systemen und digitalen Hilfsmitteln eine bessere Krankenbetreuung zu geringeren Kosten zu erreichen. 2018 scheinen sie von diesem Ziel weiter entfernt zu sein denn je.“

    Bild: Bain

    Weitere Infos unter: https://www.bain.com/de/insights/europe-front-line-of-healthcare-report-2018

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    Das erste „virtuelle Krankenhaus“ nimmt Gestalt an!

    Ein echter Meilenstein für die Entwicklung von Virtual Reality im Arbeits- und Gesundheitsschutz!

    Nach einer intensiven Entwicklungs- und Betaphase geht das Projekt „BGW – das virtuelle Krankenhaus“ nun stufenweise in die Realisierung. Die erste Projektphase ist gestartet, die Konzeption wird verfeinert,  bevor es dann im April in die Produktion geht. Ein multidisziplinäres und internationales Team von Content-Experten und Programmieren in Hamburg und Paris arbeitet unter Hochdruck an der Implementierung des ambitionierten Projektes.

    „In diesem Projekt kann VR all das zeigen, was wir mit dem Medium erreichen wollen“, freut sich Jan Schröder, Gründer von showpixelVR. VR will wirklichkeitsnahe, digitale Erlebniswelten, um Ideen begreifbar, Prozesse und Produkte verständlich oder Räume interaktiv erlebbar machen. „Das ‚sichere Krankenhaus‘ ist als Case herausragend, denn hier können alltägliche, pflegerische Krankenhaussituationen spielerisch in VR gelernt und Trainings verinnerlicht werden, ohne dass sich die Teilnehmer realen Gefährdungen aussetzen müssen“, ergänzt Frank Laurich, Experte für Industrie und Dienstleistungen bei showpixelVR. Der Pilot ist nicht nur ein echter VR-Leuchtturm im Arbeits- und Gesundheitsschutz, er ermöglicht zum einen für den Kunden und zum anderen für das Team der Entwickler nachhaltige Learnings.

    Weitere Infos siehe auch hier!

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    Berufsgenossenschaft blickt in das „Krankenhaus der Zukunft“

    Am 1. und 2. September lud die BGW (Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspfleg) ihre Führungskräfte zum „Zukunftsworkshop“ in den Räumlichkeiten des Dialog im Dunkeln in der Hamburger Speicherstadt. Dabei richtete sich der Blick unter anderem in die Zukunft der Krankenhausbranche, aber es bereicherten den Workshop auch Denkanstöße zum Thema „Risikomanagement“ und den Möglichkeiten zukunftsweisender Technologien wie „Virtual Reality“. Laurich & Kollegen zeichneten anlässlich des Zukunftsworkshops für das Konzept und das Referentenprogramm verantwortlich.

    Der erste Teil des Workshops befasste sich mit dem Thema „Krankenhaus der Zukunft“. Ein sehr vielschichtiges Thema, welches externe Experten aus unterschiedlicher Fachrichtungen beleuchteten mittels kurzer Impulsen zu baulich-planerischen Aspekten, dem Zusammenhang zwischen Strategie und Wirtschaftlichkeit sowie zum Einfluss technologischer Entwicklungen auf den Krankenhaussektor.

    Der Architekt Volker Merker (www.merker-architektur.de) betonte in seinem Vortrag systemimmanente  Widersprüchlichkeiten: Zum einen versuche man nach wie vor, an den Personalkosten zu sparen, die den größten Kostenblock im Klinikbereich von 50-60% ausmachen würden. Gleichwohl gibt es kaum mehr entsprechendes Fachpersonal, so dass die Sparmaßnahmen möglicherweise hier zu einem Endpunkt gekommen sein.  Zum anderen werden aktuell wie zukünftig größere bauliche Einheiten geplant, was automatisch zu längeren Wegen führen würde. Hier lägen zukünftig planerische Schwerpunkte, um einerseits Wege- und ablaufoptimierte Einheiten zu schaffen, die gleichzeitig aber den Beschäftigten Rückzugs- und Ruhemöglichkeiten böten.

    Frank Jantzen von der BDO AG (www.bdo.de/de-de/branchen/gesundheitswirtschaft) befasste sich mit wirtschaftlichen Aspekten der Krankenhausplanung wie auch des Betriebes. Er sah die individuelle Strategie im Spannungsfeld zwischen dem allgemeinen Kostendruck und den medizinischen Anforderungen einerseits sowie der Lage im ländlichen oder urbanen Raum andererseits.

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