Berufsgenossenschaft blickt in das „Krankenhaus der Zukunft“

Am 1. und 2. September lud die BGW (Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspfleg) ihre Führungskräfte zum „Zukunftsworkshop“ in den Räumlichkeiten des Dialog im Dunkeln in der Hamburger Speicherstadt. Dabei richtete sich der Blick unter anderem in die Zukunft der Krankenhausbranche, aber es bereicherten den Workshop auch Denkanstöße zum Thema „Risikomanagement“ und den Möglichkeiten zukunftsweisender Technologien wie „Virtual Reality“. Laurich & Kollegen zeichneten anlässlich des Zukunftsworkshops für das Konzept und das Referentenprogramm verantwortlich.

Der erste Teil des Workshops befasste sich mit dem Thema „Krankenhaus der Zukunft“. Ein sehr vielschichtiges Thema, welches externe Experten aus unterschiedlicher Fachrichtungen beleuchteten mittels kurzer Impulsen zu baulich-planerischen Aspekten, dem Zusammenhang zwischen Strategie und Wirtschaftlichkeit sowie zum Einfluss technologischer Entwicklungen auf den Krankenhaussektor.

Der Architekt Volker Merker (www.merker-architektur.de) betonte in seinem Vortrag systemimmanente  Widersprüchlichkeiten: Zum einen versuche man nach wie vor, an den Personalkosten zu sparen, die den größten Kostenblock im Klinikbereich von 50-60% ausmachen würden. Gleichwohl gibt es kaum mehr entsprechendes Fachpersonal, so dass die Sparmaßnahmen möglicherweise hier zu einem Endpunkt gekommen sein.  Zum anderen werden aktuell wie zukünftig größere bauliche Einheiten geplant, was automatisch zu längeren Wegen führen würde. Hier lägen zukünftig planerische Schwerpunkte, um einerseits Wege- und ablaufoptimierte Einheiten zu schaffen, die gleichzeitig aber den Beschäftigten Rückzugs- und Ruhemöglichkeiten böten.

Frank Jantzen von der BDO AG (www.bdo.de/de-de/branchen/gesundheitswirtschaft) befasste sich mit wirtschaftlichen Aspekten der Krankenhausplanung wie auch des Betriebes. Er sah die individuelle Strategie im Spannungsfeld zwischen dem allgemeinen Kostendruck und den medizinischen Anforderungen einerseits sowie der Lage im ländlichen oder urbanen Raum andererseits.

0 2030

Leave a Reply