• „Eine Chance für die Region“

    Der WELT-Artikel von Olaf Preuß zieht ein erstes Fazit fünf Monate nach Inbetriebnahme der „Greenferry I“, der ersten LNG-betriebenen Fähre, die zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven verkehrt. Demnach erweist sich das Schiff, das seit dem 1. März über die Elbmündung pendelt, als „ein Faktor im regionalen Verkehr“. Im Folgenden zitieren wir aus dem Artikel vom 7. August:

    „Die Pandemie warf den Start der neuen Linie um Monate zurück. Als es im Frühjahr losging, gab es in Deutschland praktisch keinen Tourismus. Die bisherigen Ergebnisse seien dennoch vielversprechend, sagt Ahlers: „Wir brauchen in der Urlaubssaison im Monat durchschnittlich 15.000 Pkw und sind derzeit bei 13.000. Bei den Lastwagen brauchen wir ganzjährig 2000 im Monat und sind derzeit bei 1500.“ Im Juli habe man 44.850 Passagiere gezählt, 45.000 habe man geplant. Die Zahl der Wohnmobile sei im Juli bei 1500 rund dreimal so hoch gewesen wie erwartet.“ (….)

    Spannend findet Christian Strahlmann, 33, Co-Geschäftsführer und Miteigner von Elbferry, das Projekt aber auch aus einem anderen Grund: „Unsere Gesellschafter kommen nicht zufällig auch aus dem Wirtschaftszweig der erneuerbaren Energien“, sagt er auf dem Schiff. „Sobald Kraftstoffe auf der Basis von regenerativ erzeugtem Wasserstoff zur Verfügung stehen, wollen wir sie auf der ,Greenferry I’ einsetzen und das Schiff klimaneutral betreiben. Der Betrieb heutzutage mit Erdgas liefert uns dafür schon wichtige Anhaltspunkte.“ (….)

    In der Region um die Raffinerie Heide arbeiten Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen gemeinsam daran, das hohe Aufkommen an Windstrom an der Westküste von Schleswig-Holstein per Elektrolyse als „grünen“ Wasserstoff zu speichern. Daraus sollen, kombiniert mit Kohlendioxid, künftig synthetische Kraftstoffe hergestellt werden, etwa Kerosin für den Flughafen Hamburg, aber auch Energie für den Betrieb von Schiffen. „Wir wollen ein Pilotprojekt für einen CO2-freien Schiffsbetrieb sein“, sagt Strahlmann. „In solchen klimaneutralen Prozessen liegt die Zukunft der regionalen Wirtschaft.“

    Hier geht zum Artikel: https://www.welt.de/regionales/hamburg/article232981133/Elbferry-Neue-Faehrverbindung-fuer-Wirtschaft-und-Touristen.html

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  • „Brunsbüttel ist als Standort für ein deutsches LNG Terminal ideal“

    Gegenwärtig gibt es europaweit 36 LNG-Terminals, über die Flüssigerdgas (LNG) an Land gebracht wird. Gemeinsam verfügen die europäischen Terminals damit über eine Regasifizierungskapazität von rd. 240 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Das entspricht mehr als der Hälfte des jährlichen Erdgasverbrauchs in der Europäischen Union. Deutschland verfügt über kein eigenes LNG-Terminal, muss also auf LNG-Terminals wie in Rotterdam oder Zeebrugge  zurückgreifen. Und das, obwohl Deutschland der größte Erdgasmarkt Europas ist. Die „Nord Wirtschaft“ sprach jetzt mit Katja Freitag, Pressesprecherin von German LNG Terminal, über den Stand des Projektes und die Perspektiven. Hier einige Auszüge:

    Frau Freitag, wie schätzen Sie die gegenwärtige Marktlage bezüglich LNG und einem Terminal in Deutschland ein? Wir erfahren ein anhaltendes starkes Interesse an einem LNG Terminal in Brunsbüttel. So konnten wir bereits eine Reihe von Rahmenvereinbarungen, sogenannte „Heads of Agreement”, abschließen. Weitere Gespräche mit diversen anderen Interessenten laufen.

    Auf welche Erfahrungen können Sie als Team mit Blick auf ein erstes LNG-Terminal zurückgreifen? Wir verfügen über ein hochmotiviertes Team mit internationalen Spezialisten, das seine Erfahrung für die Planung und Realisierung des Terminals in Brunsbüttel einsetzt. Unsere drei Gesellschafter blicken auf eine langjährige Erfahrung in dem Sektor zurück. So betreiben zwei der Gesellschafter mit dem Gate Terminal bereits seit Jahren erfolgreich ein vergleichbares Terminal in Rotterdam.

    Was macht Brunsbüttel zum bevorzugten Standort für das Terminal?
    Brunsbüttel liegt geographisch ideal: Der Hafen ist für die QMax Carrier, die das LNG bringen, gut erreichbar. Von dort sind es nur ca. 3 Stunden per Schiff in den Hamburger Hafen, wo das LNG als Kraftstoff für die Schifffahrt benötigt wird. Der Hafen liegt am Eingang des Nord-Ostsee-Kanals, der den Zugang zu den baltischen und den skandinavischen Märkten ermöglicht.

    Die German LNG Terminal GmbH ist ein Joint Venture der niederländischen Unternehmen Gasunie LNG Holding B.V., Vopak LNG Holding B.V. sowie der Oiltanking GmbH, einem Tochterunternehmen der Marquard & Bahls AG. Zweck des Joint Venture in Deutschland ist der Bau und Betrieb eines multifunktionalen Import- und Distributionsterminals für verflüssigtes Erdgas (Liquefied Natural Gas) in Brunsbüttel.

    Das vollständige Interview: https://www.nordwirtschaft.de/LNG/Terminal

    Mehr Infos zur German LNG Terminal GmbH: https://germanlng.com/de/

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