• „Brunsbüttel ist als Standort für ein deutsches LNG Terminal ideal“

    Gegenwärtig gibt es europaweit 36 LNG-Terminals, über die Flüssigerdgas (LNG) an Land gebracht wird. Gemeinsam verfügen die europäischen Terminals damit über eine Regasifizierungskapazität von rd. 240 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Das entspricht mehr als der Hälfte des jährlichen Erdgasverbrauchs in der Europäischen Union. Deutschland verfügt über kein eigenes LNG-Terminal, muss also auf LNG-Terminals wie in Rotterdam oder Zeebrugge  zurückgreifen. Und das, obwohl Deutschland der größte Erdgasmarkt Europas ist. Die „Nord Wirtschaft“ sprach jetzt mit Katja Freitag, Pressesprecherin von German LNG Terminal, über den Stand des Projektes und die Perspektiven. Hier einige Auszüge:

    Frau Freitag, wie schätzen Sie die gegenwärtige Marktlage bezüglich LNG und einem Terminal in Deutschland ein? Wir erfahren ein anhaltendes starkes Interesse an einem LNG Terminal in Brunsbüttel. So konnten wir bereits eine Reihe von Rahmenvereinbarungen, sogenannte „Heads of Agreement”, abschließen. Weitere Gespräche mit diversen anderen Interessenten laufen.

    Auf welche Erfahrungen können Sie als Team mit Blick auf ein erstes LNG-Terminal zurückgreifen? Wir verfügen über ein hochmotiviertes Team mit internationalen Spezialisten, das seine Erfahrung für die Planung und Realisierung des Terminals in Brunsbüttel einsetzt. Unsere drei Gesellschafter blicken auf eine langjährige Erfahrung in dem Sektor zurück. So betreiben zwei der Gesellschafter mit dem Gate Terminal bereits seit Jahren erfolgreich ein vergleichbares Terminal in Rotterdam.

    Was macht Brunsbüttel zum bevorzugten Standort für das Terminal?
    Brunsbüttel liegt geographisch ideal: Der Hafen ist für die QMax Carrier, die das LNG bringen, gut erreichbar. Von dort sind es nur ca. 3 Stunden per Schiff in den Hamburger Hafen, wo das LNG als Kraftstoff für die Schifffahrt benötigt wird. Der Hafen liegt am Eingang des Nord-Ostsee-Kanals, der den Zugang zu den baltischen und den skandinavischen Märkten ermöglicht.

    Die German LNG Terminal GmbH ist ein Joint Venture der niederländischen Unternehmen Gasunie LNG Holding B.V., Vopak LNG Holding B.V. sowie der Oiltanking GmbH, einem Tochterunternehmen der Marquard & Bahls AG. Zweck des Joint Venture in Deutschland ist der Bau und Betrieb eines multifunktionalen Import- und Distributionsterminals für verflüssigtes Erdgas (Liquefied Natural Gas) in Brunsbüttel.

    Das vollständige Interview: https://www.nordwirtschaft.de/LNG/Terminal

    Mehr Infos zur German LNG Terminal GmbH: https://germanlng.com/de/

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  • Mobilitätswende: Wasserstoffregionen in Schleswig-Holstein

    Schleswig-Holstein bekommt – gemäß einer aktuellen Meldung der dpa – einen neuen Schub bei der Nutzung von sogenanntem grünen Wasserstoff. Die Stadt Kiel bildet mit den angrenzenden Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Plön eine von neun Regionen in Deutschland, in denen das Bundesverkehrsministerium die Wasserstofftechnologie vorantreiben will. Es unterstütze die „Wasserstoffregionen” dabei, ein passendes Konzept zu entwickeln und ein Netzwerk wichtiger Akteure zur Umsetzung aufzubauen, teilte das Ministerium am 10. September mit.

    „Wasserstoff-Mobilität erfüllt genau das: Tanken in drei Minuten mit einer Reichweite von 500 bis 700 Kilometern.” Nur mit diesen Vorbildregionen könne bald bundesweit grüner Wasserstoff im Tank sein. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsministerium begrüßte das Votum für die Region Kiel. Gerade als Windland habe das Land große industriepolitische Chancen, Wasserstoff zu nutzen. Das gelte besonders für die Umwandlung von überschüssigem Windstrom in Wasserstoff.

    Die neun Regionen sollen beim Thema Wasserstoff eine Vorbildwirkung entfalten. Im Zentrum der Konzepte soll laut Ministerium die regionale Wasserstoffproduktion mit Strom aus erneuerbaren Energien stehen. Es gehe um die langfristige Nutzung von”grünem” Wasserstoff. Insgesamt 85 Kommunen und Regionen hatten sich für die Fördermaßnahme beworben. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte bis Jahresende eine Wasserstoffstrategie der Bundesregierung angekündigt.

    Die regionale Wasserstoff-Produktion mit Strom aus erneuerbaren Energien steht im Zentrum der ausgewählten Konzepte. Außer mit der Erzeugung befassen sich die Konzepte auch mit der Speicherung, Logistik und verschiedenen lokalen Wasserstoff-Anwendungen, schwerpunktmäßig im Verkehr.

    Obige Meldung basiert auf  dem automatisierten, regionalen Nachrichten-Feeds der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die dpa ist ein unabhängiger Dienstleister für tagesaktuelle, multimediale Inhalte für Medien und Unternehmen.

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  • Flaute bei Windkraft-Ausbau

    Die norddeutschen Energieminister und -senatoren schlagen angesichts der anhaltenden Flaute beim Ausbau der Windkraftnutzung Alarm: In einer gemeinsamen Erklärung haben sie die Bundesregierung zu raschen und entschiedenen Schritten aufgefordert. Vor allem müssten Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen schneller und leichter werden.

    Außerdem verlangen die Nord-Energieminister die Festlegung eines Zeit- und Mengengerüstes für den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Dabei müsse der Ausstieg aus der Braun- und Steinkohle berücksichtigt werden. “Nur mit dem Blick vom Ziel der Energiewende her lassen sich Planungssicherheit für die Windkraftbranche, eine belastbare Netzplanung sowie Akzeptanz für die Bürgerinnen und Bürger erreichen”, heißt es in dem am 12. September veröffentlichten Papier der Energieminister und -senatoren von Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

    Sie verlangen eine zeitnahe Fortsetzung des Windgipfels unter Einbindung der Länder, der Vertreter der betroffenen Branchen, der Umweltverbände sowie von Beschäftigtenvertretern. Der Windgipfel vergangene Woche sei nur ein Anfang gewesen. Bei dieser “ersten Orientierungsrunde” und der bloßen Benennung der Probleme dürfe es nicht bleiben. “Ohne einen zügigen Ausbau der Windenergie werden wir unsere Klimaschutzziele nicht erreichen”, warnte Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel (SPD).

    Die Windbranche habe gerade für Mecklenburg-Vorpommern eine große Bedeutung erlangt. Sie habe sich zu einem florierenden Wirtschaftszweig entwickelt und damit Einbrüche Anfang der 1990er Jahre zum Beispiel im Schiffbau kompensiert. “Es ist nicht zuletzt der Windbranche zu verdanken, dass unsere Häfen wieder boomen”, sagte er.

    In MV sei eine vollständige Wertschöpfungskette von der Konzeption und Projektierung von Windanlagen über die Herstellung und den weltweiten Vertrieb bis hin zu Errichtung, Betrieb und Wartung entstanden. Damit seien Zehntausende hoch qualifizierte und gut bezahlte Arbeitsplätze im Land verbunden. Dies sei in Gefahr….

    Bei einem Treffen aller Landesenergieminister und -senatoren Anfang Dezember wollen sich die norddeutschen Amtsträger mit denen der übrigen Bundesländer auf konkrete Maßnahmen verständigen, wie es weiter hieß. Sie sollen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) mit der Bitte um Umsetzung vorgelegt werden.

    Im ersten Halbjahr 2019 kam der Ausbau der Windkraft an Land in der Bundesrepublik fast vollständig zum Erliegen – nur 86 Anlagen wurden errichtet. Das entspricht einem Brutto-Zubau von 287 Megawatt, so wenig wie noch nie seit Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000. Als Hauptgründe gelten fehlende Flächen und Klagen von Gegnern.

    Bei der Windkraft auf See liegt der Ausbau hingegen im Plan. Im ersten Halbjahr gingen 42 Windkraftwerke mit einer Leistung von 252 Megawatt in der Nordsee neu ans Netz, in der Ostsee keine. Insgesamt sind mehr als 1300 Anlagen mit einer Leistung von 6,7 Gigawatt in Betrieb. Damit ist das aktuelle Ausbauziel von 6,5 Gigawatt erreicht. Die Nordländer forderten bereits eine Ende der Deckelung der Ausbauziele auf See.

    Obige Meldung basiert auf  dem automatisierten, regionalen Nachrichten-Feeds der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die dpa ist ein unabhängiger Dienstleister für tagesaktuelle, multimediale Inhalte für Medien und Unternehmen.

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