• LNG-Terminal in Brunsbüttel: „Mit Hochdruck voranschreiten“

    Im Kontext der aktuellen politischen Entwicklungen sowie deren Auswirkungen auf den Gasmarkt wurden zwischen den Gesellschaftern und Geschäftsführung der German LNG Terminal GmbH einerseits sowie der deutschen Bundesregierung andererseits Eckpunkte der weiteren Planungen formuliert. Am 4. März 2022 unterzeichneten Gasunie und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für die deutsche Bundesregierung eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding), um das Projekt in eine nächste Phase zu bringen und den gemeinsamen Bau des LNG-Terminals in Brunsbüttel zu beginnen. Die KfW wird sich als Anteilseigner an dem Projekt beteiligen.

    Die bisherigen Gesellschafter sind einvernehmlich zu dem Ergebnis gekommen, dass Gasunie der beste Partner für die Bundesregierung ist, um das Terminalprojekt im Interesse einer stabilen Energieversorgung mit Gas und der Steigerung der Versorgungssicherheit in Deutschland zügig und erfolgreich fertigzustellen. Gesellschafter wie Geschäftsführung bekräftigten ihren Willen, das Terminalprojekt zügig voranzubringen. Das im Vorjahr begonnene Planfeststellungsverfahren wird mit Hochdruck weiter vorangetrieben. Außerdem wird das Konsortium des Generalübernehmers (EPC) Cobra/Sener beauftragt, umgehend mit den vorbereitenden Arbeiten zu beginnen.

    Das Terminal schafft mit einer jährlichen Regasifizierungskapazität von 8 Mrd. m³ eine direkte Möglichkeit, Erdgas für den deutschen Markt aus Regionen zu beziehen, die durch Gasleitungen nicht zu erreichen sind. Das Terminal erhöht damit die Versorgungssicherheit und trägt zu mehr Unabhängigkeit von leitungsgebundenen Erdgasimporten in Nordwesteuropa bei. Die Projektpartner arbeiten daran, das Projekt unter Beachtung aller genehmigungs- und beihilferechtlichen Vorgaben so zügig wie möglich umzusetzen. Perspektivisch ist vorgesehen, das Terminal für den Import von grünen Wasserstoffderivaten wie Ammoniak umzurüsten.

    Minister Robert Habeck begrüßt das Projekt: „Es ist völlig klar, dass wir die Energieversorgung klimaneutral machen müssen, den Gasverbrauch konsequent senken müssen und den Ausbau der Erneuerbaren und die Produktion von Wasserstoff mit Hochdruck vorantreiben. Aber wir brauchen für den Übergang Gas. Dabei ist es notwendig, die Abhängigkeit von russischen Importen schnellstens zu verringern; spätestens der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine macht dies zwingend. Mit einem LNG-Terminal in Brunsbüttel erweitern wir die Importmöglichkeiten. LNG-Terminals sind hierfür quasi ein zusätzlicher Bypass. Sie helfen, die Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa zu erhöhen. Gleichzeitig planen wir die Umstellung auf grünen Wasserstoff bzw. Wasserstoffderivate von Anfang an mit. Das betrifft auch den Bau der Wasserstoff-Infrastruktur, so stellen wir die Zeichen auf Klimaneutralität und gestalten den Übergang.“

    Mehr dazu auch hier: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2022/03/20220305-kreditanstalt-fuer-wiederaufbau-gasunie-und-rwe-unterzeichnen-mou-zur-errichtung-eines-lng-terminals-in-brunsbuettel.html

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