• Banken machen mobil

    Immer mehr Kunden erledigen ihre Bankgeschäfte via Smartphone und Tablet, zeigt eine aktuelle Studie des Beratungshauses Bain. Demnach hat sich der weltweite Siegeszug des Mobile-Banking  auch 2015 fortgesetzt. Dies ergab die jährliche Bain-Befragung von rund 115.000 Bankkunden in 17 Ländern. In Deutschland beläuft sich der Anteil mobiler Interaktionen mittlerweile auf gut 20 Prozent. Und über keinen anderen Kanal äußern sich Befragte so positiv wie über mobile Websites und Apps ihrer Bank. Zugleich entwickelt sich das Banking per Smartphone oder Tablet Schritt für Schritt zu einem vollwertigen Vertriebskanal. In den Niederlanden etwa entfallen bereits knapp 60 Prozent aller Produktkäufe und Servicethemen auf mobile Kanäle.

    Wenn Filialbanken auf allen Kanälen überzeugen, haben sie demzufolge durchaus gute Chancen, gegen Direktbanken und branchenfremde Angreifer zu bestehen. Noch liegt viel Arbeit vor ihnen: Je häufiger Bankkunden derzeit mit einer Filiale in Berührung kommen, desto größer ist ihre Wechselbereitschaft. In Deutschland haben bei den NPS-Werten nicht zuletzt deshalb die ING-DiBa und die DKB noch die Nase vorn. In zahlreichen Ländern beginnt sich indes die Lücke zwischen Direkt- und Filialbanken beim NPS zu schließen. Die vorliegende Studie zeigt vier Hebel, mit denen auch deutsche Banken kanalübergreifend gewinnen können:

    Verbesserter Kundenservice

    Je intuitiver und einfacher Online- und Mobile-Banking funktionieren, desto eher kommt es zu der gewünschten Verlagerung von Routinetransaktionen in digitale Kanäle. Insbesondere die Filialen erhalten so mehr Raum, um im persönlichen Gespräch und bei komplexen Produkten zu überzeugen.

    Digitalisierung von Vertrieb und Beratung

    Das Ziel ist eine durchgängig digitalisierte Kundenreise im Vertriebs- und Beratungsprozess. Dies erfordert den Einsatz neuer Technologien wie Videoauthentifizierung sowie eine Umgestaltung interner Prozesse.

    Schärfere Positionierung der Filialen

    Nach dem Umbau hin zu einem Hub-and-Spoke-Netz übernehmen Filialen vorrangig fünf Funktionen: Branding, Beratung bei komplexen Produkten, Mobilisierung für die digitale Welt, persönliche Unterstützung vor Ort und Pflege der Kundenbeziehung.

    Innovative Methoden für die Transformation

    Mit dem sogenannten Hot-House-Ansatz können Banken in ausgewählten Filialen innovative Konzepte entwickeln und direkt auf ihre Anwendbarkeit hin testen. Für den anstehenden Transformationsprozess sind zudem der Einsatz agiler Methoden und ein breit angelegtes, konsequent durchgeführtes Change-Management-Programm notwendig.

    Zum Video und zur Studie: http://www.bain.de/publikationen/videos/video-banken-machen-mobil.aspx

    Read More
    0 1662