Infrastruktur im Norden: Neue S-Bahn-Station Ottensen geht an den Start

Die Deutsche Bahn (DB) hat am 31. Mai den Betrieb der neuen S‑Bahn-Station Hamburg-Ottensen aufgenommen. Fahrgäste der S-Bahn Hamburg können jetzt von dort mit den Linien S1 und S11 Richtung Hamburg Airport und Poppenbüttel sowie Wedel fahren. Die neue Station an der Bahrenfelder Straße zwischen Altona und Bahrenfeld ist der 70. Bahnhof im Hamburger S-Bahn-Netz. Insgesamt wurden 43,6 Millionen Euro für die neue Station investiert. Damit ist nun auch unser PHOENIXHOF-Areal perfekt an das HVV-Netz angeschlossen.

„Der neue S-Bahnhof Ottensen leistet einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende in Hamburg“, sagt Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende. „Er bindet die Stadtteile Bahrenfeld und Ottensen noch besser an unser Schienennetz an. Pro Tag werden rund 5.000 Fahrgäste die Station nutzen. Das Potenzial im Einzugsbereich liegt sogar bei etwa 11.000 Nutzerinnen und Nutzern. Die Fertigstellung des Bahnhofs ist auch ein wichtiges Zeichen angesichts des Erfolges des Deutschlandtickets: Die Nachfrage nach gutem ÖPNV erhöht sich deutlich, umso wichtiger ist es, hier auch das Angebot zu steigern. Ottensen ist der erste von 36 neuen Bahnhöfen, die wir dafür in den kommenden 20 Jahren bauen werden.“

Bärbel Aissen, Leiterin Regionalbereich Nord der DB Station&Service AG: „Der Bau eines solchen Bahnhofs unter laufendem S-Bahn-Betrieb ist eine Herausforderung. Selbstverständlich haben wir die Verkehrssperrungen für die Fahrgäste auf ein Minimum reduziert. Zusätzlich mussten wir mit Materialknappheit und Lieferschwierigkeiten der Industrie umgehen. Umso wichtiger ist es, dass wir nun von Beginn an auch mobilitätseingeschränkten Fahrgästen den Zugang zur Station ermöglichen.“

Der neue S-Bahn-Halt ist von der Bahrenfelder Straße mit einem Aufzug barrierefrei erreichbar. Für die Station mussten umfangreiche Änderungen an den Gleisanlagen und Ingenieurbauwerken vorgenommen werden. Das Widerlager der Eisenbahnbrücke über die Bahrenfelder Straße wurde angepasst und ein Überbau verschoben, um zwischen den Gleisen Platz für den neuen Bahnsteig zu schaffen.

Raimund Brodehl, Geschäftsführer des hvv: „Mit der neuen Station verbessert sich die Anbindung an den schnellen Schienenverkehr nicht nur für die Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch für umsteigende Fahrgäste, insbesondere zur MetroBus-Linie 2 bis Schenefeld. Zusätzlich schaffen wir einen direkten Anschluss für die Besucherinnen und Besucher des Kulturangebots im Bezirk, wie beispielsweise das Thalia Theater in der Gaußstraße.“

Wir empfehlen hierzu auch den Fernsehbeitrag des NDR 

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