Abhängigkeit verringern: Versorgung mit Flüssiggas

Deutschland steht in diesem Jahr energiepolitisch vor seiner bisher größten Herausforderung: Innerhalb von nur wenigen Monaten mussten bisherige Grundsatzentscheidungen revidiert und neue getroffen werden, um die Energiesicherheit des Landes in der Gegenwart und auch zukünftig zu gewährleisten. So verringert Deutschland gerade in nie gekanntem Tempo seine jahrzehntelange Abhängigkeit von russischem Pipelinegas und stellt seine Energieversorgung auf eine neue und breitere Basis.

Die KfW unterstützt im Auftrag des Bundes aktuell Projekte der Energiesicherheit, um möglichst schnell das Flüssiggas LNG ( Liquefied Natural Gas) in das deutsche Ferngasnetz und in die Erdgasspeicher einzuspeisen. LNG wird unter Druck tiefgekühlt, flüssig per Schiff transportiert, angelandet, erwärmt, regasifiziert und dann in die Netze gepumpt.

Im Mai 2022 waren in ganz Europa 41 LNG-Terminals in Betrieb, die bis zu 241 Mrd. Kubikmeter Flüssiggas umschlagen können. Weitere 32 Terminals sind derzeit europaweit in Planung, darunter auch die Projekte in Deutschland. Um russisches Erdgas mittel- bis langfristig zu ersetzen, braucht Deutschland, das im Jahr 2021 allein einen Gasbedarf von rund. 95 Mrd. Kubikmetern hatte, mindestens vier Terminals.

Quelle und weitere Hintergründe: https://www.kfw.de/stories/energiesicherheit_film.html?kfwmc=kfw-konzern

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